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Kategorie: Gastronomie

Wein verstehen mit Weingut Pfaffmann, Teil 1: im Restaurant

Wein und Restaurants: Weingut Pfaffmann verrät, wie Sie Rotwein, Weißwein und Rosé in Gesellschaft entspannt genießen und typische Fettnäpfchen vermeiden.

Manche Menschen haben Angst vor Wein. Oder sagen wir: Respekt. Und ein wenig Sorge, wie sie denn mit der Flasche und ihrem Verschluss, mit dem Wein im Glas und anschließend irgendwie auch im Mund umgehen sollen. Schwenken und schlürfen, oder lieber nicht? Und wenn ja – warum? Man will sich keine Blöße geben, nicht wahr? Wir sagen: Locker bleiben.

Wein ist zum Freuen da, nicht zum Fürchten. Und damit Sie jeden Tropfen hundertprozentig genießen können, geben wir Ihnen in einer dreiteiligen „Manieren-Miniserie“ hier im Pfaffmann-Blog ein paar Tipps und Tricks an die Hand. Zum besseren Verstehen von Rotwein, Weißwein und Rosé im
Restaurant, zu Hause und mit extra Blick ins beziehungsweise auf das passende Glas. Haben Sie Lust, sich ein bisschen intensiver mit dem wunderbaren Produkt Wein zu beschäftigen? Dann auf zum Schmökern, Schwenken, Schlürfen. Im heutigen ersten Teil nehmen wir Sie mit ins
Restaurant.

Platz nehmen und Stiel halten

Bestellt, probiert, gefällt? Warten Sie mit dem Trinken noch einen Moment. Erst wird angestoßen. Oder nicht? Oder wie, und wer zuerst? Wenn Sie nicht selbst bezahlen, warten Sie auf das Signal des Einladenden. Ansonsten spielt die Reihenfolge keine Rolle, prosten Sie dann ganz nach Gusto. Apropos Gusto: Tun Sie sich und Ihrem Wein den Gefallen und halten Sie Ihr Weinglas ausschließlich am Stiel, nicht am Kelch. Es sei denn, Ihr Rotwein ist zu kalt. Denn Körperwärme strahlt auf den Wein ab; der wird dann schnell (zu) warm. Berührung hinterlässt außerdem unweigerlich unschöne Spuren. Für mehr Wohlgefühl am Tisch sind ein frisches Getränk und ein sauberes Glas angenehmer. Bevor Sie den ersten Schluck nehmen, können Sie dem Wein noch etwas Luft gönnen. Ja, jetzt kommt das Schwenken – aber bitte mit Vorsicht. Hier geht’s nicht ums Cocktailmixen, auch nicht um Attitüde, sondern darum, dem Wein im Glas etwas mehr Oberfläche und damit mehr Kontakt zu Sauerstoff zu verschaffen. So können sich die Aromen besser entfalten, außerdem nehmen Sie alle Nuancen mit der Nase besser auf, wenn sich der Wein auch an den Glaswänden verteilt hat. Besonders Geübte erkennen an den Schlieren, den sogenannten „Kirchenfenstern“ (ernsthaft!), sogar den Alkoholgehalt.

Erheben wir das Glas – aber wie?

Heben Sie zum Trinken den Arm an und führen Sie das Glas zum Mund. Klingt banal? Ist es aber nicht. Viel zu oft bleiben die Ellbogen auf dem Tisch (Herr Knigge schüttelt den Kopf). Wenn der Wein schließlich die Lippen und den Gaumen berührt, noch nicht schlucken, sondern kurz mit
der Zunge hin und her bewegen. So kosten Sie im wahrsten Sinn des Wortes den Moment und vor allem den Wein mit all seinen Aromen voll aus. Tipp: Halten Sie den Mund dabei geschlossen.

Und wann wird geschlürft? Wir gehen im zweiten Teil unserer Serie noch einmal genauer darauf ein, warum zur Weinprobe Schlürfen durchaus angebracht ist. Im Restaurant allerdings, auch mit Rücksicht auf die anderen Gäste, wird er nur sanft und lautlos zwischen den Lippen eingesogen.

„Frollein, mehr Wein!“

Mit leerem Mund trinkt sich’s übrigens besser und weniger fleckenreich. (Auch) an die Lippenstift tragenden Gäste: Einfach kurz an der Serviette abtupfen. Die Farbe können Sie später am Abend (und bitte nicht am Tisch) auffrischen, Ihr Glas nur bei Neubestellung. Ganz abgesehen von unappetitlichen Spuren auf dem Glas macht Wein mehr Spaß, wenn Sie ihn mit allen Sinnen trinken, also auch die Farbe wahrnehmen. Damit genug zum Wahrnehmen da ist, vertrauen Sie einfach dem Servicepersonal, das mit Auge und Händchen für angemessenen Nachschub sorgt. Sie brauchen dafür nicht lauthals zu rufen, meist erkennen die geübten Fachkräfte die Situation mit einem Blick. Und wenn nicht, reicht ein kurzer Blickkontakt.

Was, wenn zwischen den Gängen der Wein gewechselt wird? Lassen Sie übrig gebliebene Reste stehen. Hier hat jemand mit Sinn und Feingefühl passende Tropfen zum Teller gewählt – und Sie kommen nicht in die Verlegenheit, ein halb volles Glas noch schnell herunterzustürzen.

Auf einen Schluck

  • Okay

Sie wollen lieber bei einer Sorte Wein bleiben? Sagen Sie’s einfach. Gastgeber und Sommelier werden das respektieren.

  • Olé!

Anstoßen gern, aber bitte mit der Hand am Stiel und nicht zu schwungvoll. Gilt auch fürs Schwenken: bitte mit Gefühl.

  • Oh weh …

Fettflecken oder Farbe auf dem Glasrand? Besser vorher die Lippen kurz an der Serviette abtupfen oder am besten zum Essen gar keine Farbe auflegen.

  • Oh je.

Sie wissen nicht so recht …? Fragen Sie. Gastgeber, Sommelier & Co. beantworten Ihnen gern, was Sie zum Wein wissen wollen.

  • Oh ja.

Schmeckt’s? Schön. Keine Sorge, das Servicepersonal kümmert sich um Ihr nicht leeres Glas, so lange Sie nicht abwinken.

  • Oho!

Bitte nicht nach „Ober“ oder „Fräulein“ rufen. Blickkontakt tut’s auch, oder ein „Entschuldigung“.Und beim Gehen gern ein „Danke“ da lassen, das freut alle, die Ihnen einen hoffentlich gelungenen Besuch bereitet haben.

Die Liebe und der Wein – so zauberhaft kann das “Kennenlernen” sein

Nichts passt besser zu einem Date als ein guter Wein. Doch soll es lieber Rotwein oder Weißwein sein? Wir vom Weingut Pfaffmann haben die Antwort.

Den Moment genießen, sich bei einem ausgedehnten Gespräch besser kennenlernen – so sieht ein perfektes erstes Date aus. Daher passt nichts besser zu einem romantischen Abend zu zweit als ein gutes Glas Wein. Doch welches? Eins vorweg: Die Zeiten, in denen man(n) die Angebetete mit einem schweren, hochdekorierten Rotwein zu beeindrucken versuchte, sind vorbei. Zu vielfältig  ist die Welt des Weins. Und ein schwerer Roter hat auch Nachteile: mehr Alkohol als ein schlanker Weißwein zum Beispiel. Und Alkohol macht müde. Und wer will schon beim ersten Date wegdämmern? Hinzu kommt, dass vor allem Rotweine aus Südeuropa oder Übersee manchmal sehr  dominante Gerbstoffnoten aufweisen, was gerade bei Einsteigern in die Weinwelt oft nicht so gut ankommt.

Pasta und Pinot

Also was tun, wenn sich das Date beim Italiener Pasta bestellt? Einen heimischen Rotwein wie einen Spätburgunder oder Dornfelder empfehlen zum Beispiel. Passt zur Pasta und ist trotzdem nicht zu schwer für einen beschwingten Abend. Natürlich ist Wein nicht gleich Wein und letztlich Geschmackssache. Daher hilft es ungemein, die Vorlieben des Partners in spe zu kennen. Isst er gerne süß? Oder mag sie es deftig? Süßmäulchen zum Beispiel würden wir einen halbtrockenen, feinherben oder gar lieblichen Tropfen empfehlen. Das bedeutet, dass der Zuckergehalt höher liegt als in trockenen Weinen. Solche Tropfen passen beispielsweise hervorragend zu asiatischen Gerichten. Warum also keine thailändische Hähnchenpfanne mit einem feinherben Riesling aus der Pfalz kombinieren?

Sauvignon und Salat

Mag es das Date gerne frisch und nicht allzu süß, ist wahrscheinlich eher ein trockener Tropfen das Mittel der Wahl.  Trocken und frisch – da drängt sich beispielsweise ein Sauvignon Blanc auf. Zunächst als Modesorte gedisst, hat der frische Weißwein mittlerweile eine große Fangemeinde nicht nur in Deutschland. Vor allem aus der Pfalz gibt es einige hervorragende Vertreter. Auch hier gilt: der Wein sollte zum Essen passen. Zum Sauvignon Blanc empfehlen wir beispielsweise Geflügel oder einen Salat.

Lieber Achtel als Flasche

Seid ihr in einem Restaurant, dann ist es auch keine Schande, den Kellner nach einem Weintipp zu fragen – wobei ihr natürlich nicht verpflichtet seid, diesem zu folgen. A propos Restaurant: Beim ersten Date würden wir davon abraten, eine ganze Flasche Wein für zwei zu bestellen. Das geht ins Geld und kann ein bisschen zuviel des Guten sein. Besser ist es, sich mit Achteln an das Thema und den Wein ranzutasten. Mehr als zwei Achtel sollten es aber nicht sein – nicht nur der Müdigkeit wegen. Aber was ist denn jetzt mit dem traditionellen schweren Rotwein? Den solltet ihr euch für ein Date in den eigenen vier Wänden aufheben. Oder für das Abendessen bei der Schwiegermutter – passt beispielsweise hervorragend zum Rinderbraten.

Sekt- immer gut zum Anstoßen
…das Prickeln…nicht nur zum Valentinstag
Gäste im Ebbes

„Wir arbeiten für ein positives Produkt“

Pfälzer Spezialitäten und Pfaffmann-Weine locken ins Restaurant Ebbes nach Mutterstadt

„Etwas“ heißt auf Pfälzisch „ebbes“. Das Restaurant Ebbes hat etwas zu bieten, seit Jahrzenten zählt es zu den beliebtesten Gaststätten im Umkreis von Mutterstadt. Grund sind die Pfälzer Spezialitäten, die Siegbert Mayer und seine Familie jeden Abend zubereiten. „Wir legen Wert darauf, immer frisch zu kochen, das bedeutet tägliche Kontrolle und gute Produkte. Wir kochen so, wie früher schon die Oma für uns gekocht hat“, sagt Siegbert Mayer, der sich mit seiner Frau Küche und Service teilt.

Gastgeber im Ebbes
Zusammen mit seiner Frau Lenka führt Siegbert Mayer das Spezialitäten-Restaurant Ebbes in Mutterstadt.

In einer Zeit, in der an vielen Orten Gastronomen ständig wechseln, ist das Ebbes seit 30 Jahren eine feste Adresse. Sogar die Speisekarte mit ihren Schweinelendchen, Rahmschnitzeln, Leberknödeln und Saumagen hat sich in dieser Zeit kaum verändert. „Ich will nicht jeden Tag ein neues Gericht auf die Karte nehmen oder deswegen womöglich noch sonstwohin fahren“, erklärt der Wirt sein Konzept. „Aber natürlich kochen wir der Jahreszeit entsprechend Pfifferlinge oder den traditionellen Mutterstadter Spargel. Auch das Martinsgans-Essen im November ist ein ganz wichtiger Bestandteil unseres Angebots“, so Siegbert Mayer.

Die Gäste lieben den bodenständigen Stil des Ebbes und füllen die Online-Foren mit glücklichen Kommentaren über Gastfreundschaft, üppige Portionen und moderate Preise. Auch auf die Wünsche von Vegetariern und Veganern wird im persönlichen Kontakt gerne eingegangen. Seine deutsche Küche findet auch bei immer mehr jüngeren Leuten Zuspruch, stellt Siegbert Mayer fest. „Viele merken wohl, was es bedeutet, hausgemachte Sachen zu essen, die richtig toll schmecken und erst unmittelbar vor dem Servieren zubereitet werden.“ Mehr möchte der Ebbes-Wirt auch nicht, er hegt weder Gourmet-Ambitionen, noch will er preislich in höhere Segmente klettern. „Wir wollen einfach ganz normal bleiben und arbeiten für ein positives Produkt.“

Wenn im Frühjahr dann wieder der Biergarten des Ebbes öffnet, wird dort neben den deftigen Gerichten auch gerne viel Grünes gegessen. „Unsere Salate sind außergewöhnlich gut, wir mischen Rohkost und Blattsalate je nach Saison und Tagesangebot mit Balsamico und Olivenöl“, sagt Gastgeber Siegbert Mayer, der selbst kaum auswärts essen gehen kann, ohne enttäuscht zu sein.

Seine Gäste, darunter viele Stammkunden, trinken häufig einen Pfaffmann-Wein zum Essen, denn von Weißburgunder über Sauvignon Blanc, Chardonnay und Spätburgunder Weißherbst steht ein großes Sortiment aus Walsheim auf der Karte. „Die Burgunderweine habe ich nur vom Weingut 1616 Pfaffmann – und das schon seit vielen Jahren. Es gab nämlich einmal eine Zeit, als ich bereit war, die Karte umzustellen …“