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Kategorie: Sinnlichkeit

Spargel zum Wein

Wein und Spargel : ein Traumpaar für Genießer

Spargel und Wein gelten als kulinarisches Traumpaar. Doch Vorsicht: Nicht jeder Tropfen passt zu dem königlichen Gemüse. Wir vom Weingut Pfaffmann sagen, was ihr beachten solltet.

Wein und Spargel gelten als kulinarisches Traumpaar. Doch Vorsicht: Zum Stangengemüse passt nicht jeder Tropfen. Denn Spargel hat einen dezenten, aber leicht bitteren Eigengeschmack. Weißweine mit intensiver Säure oder Rotweine mit vielen Gerbstoffen machen deshalb keinen Spaß zum Spargel. Auch intensive Fruchtnoten wollen nicht so richtig passen. Zu dezent sollte der Wein aber auch wieder nicht sein, denn sonst droht Langeweile am Gaumen. Bei der passenden Weinauswahl spielt es natürlich auch eine große Rolle, wie der Spargel serviert wird. Denn auch da gibt es zig Variationen.

Mit Fruchtnoten aufpeppen

Ein Klassiker auf vielen Tischen ist sicherlich weißer Spargel mit Schinken, Kartoffeln und Sauce Hollandaise. Als typischer Spargelwein gilt Silvaner, doch eine solche Kombination verträgt auch einen kräftigeren Tropfen. Warum also zu dem gediegenen Gericht aus Schinken und Spargel nicht mal einen frischen Blanc de Noir servieren? Natürlich gut gekühlt, verspricht der Wein das Gericht mit raffinierten Fruchtnoten aufzupeppen.

Riesling – warum denn nicht?

Was tun, wenn zum Spargel ein Stück Fleisch – zum Beispiel eine Kalbsschnitzel – serviert wird? Auch hier bieten sich gleich mehrere Rebsorten an. Besonders in der Pfalz sogar ein Riesling, wenn er nicht zu mineralisch und säurebetont ist. Wie der wunderbar feinherbe Riesling aus dem Hause Pfaffmann mit einem spannenden Spiel aus Süße und Säure. Sucht man nach einem passenden Wein zum Spargel, so ist die Burgunder-Familie stets eine gute Adresse. Zu dieser gehört der Auxerrois, eine Kreuzung aus Heunisch und Pinot. Die Weine sind kräftig und haben vergleichsweise wenig Säure. Zu Spargel mit Schnitzel passt beispielsweise der elegante Auxerrois vom Kalkmergel des Weinguts Heinz Pfaffmann.

Harmonischer Partner gesucht

Doch es muss nicht immer Fleisch zum Spargel sein. Auch ein Stück Lachs oder Saibling passen hervorragend zu dem königlichen Gemüse. Fisch und Spargel – das verspricht feine, filigrane Aromen, die nach einem harmonischen Partner im Glas rufen. Wie etwa dem Weißburgunder aus dem Hause Pfaffmann, der mit Schmelz und feinen Fruchtnuancen gefällt. Wein und Spargel – ein kulinarisches Traumpaar, das unendlich viele Möglichkeiten bietet.   

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Wein verstehen mit Weingut Pfaffmann, Teil 3: mit Haltung

Wein im Glas: aber welches Weingut Pfaffmann zeigt, welches Weinglas wann passt, wie Sie es reinigen und wo am besten aufbewahren. Plus: drei Geheimtipps.

In Teil 1 und 2 unserer „Manieren-Miniserie“ haben wir Ihnen verraten, wann Sie Wein am besten schlürfen (und wann nicht), was Sie im Restaurant mit der Serviette anstellen, wie Sie zu Hause für die beste Trinktemperatur sorgen und weshalb es immer auch darauf ankommt, Haltung zu bewahren. Vor allem diesen Punkt bringen wir heute noch einmal auf den Tisch – wie halten Sie Ihre Weingläser beim Spülen, und wie halten sich diese besonders lange? Kommen Sie mit uns ins Spülbecken, unters Geschirrtuch und in den Schrank.

Spülmaschine – ja oder nein?

Nein gilt natürlich vor allem dann, wenn die langstieligen Weingläser gar nicht erst hineinpassen. Nein heißt es aber auch, wenn Sie nicht auf die billigsten Alltagsgläser zurückgreifen – und lange Freude an glänzenden Gläsern haben wollen. Dann ist Handwäsche angesagt, und damit nichts stumpf wird, am besten auch Polieren. So nehmen Ihre Gläser auch bei häufigem Gebrauch keinen Schaden.

Noch einmal, mit Gefühl

Spülen Sie zuerst das Becken selbst aus. Nehmen Sie dann handwarmes Wasser (nicht kalt, nicht zu heiß) und wenige Tropfen mildes Spülmittel. Hände weg von Zitrus, Alkohol, starken Duftstoffen und hautpflegendem Balsam oder Aloe Vera! Tauchen Sie jedes Glas einzeln mehrere Male ins Wasser, ohne ein Spültuch zu verwenden. Dabei halten Sie es am besten am Boden. Wenn Sie viele Gläser reinigen, lassen Sie lauwarmes Wasse nachlaufen oder nehmen Sie zwischendurch frisches, damit die Temperatur für alle Gläser etwa gleich bleibt. Sonst schmeckt die zweite Hälfte womöglich doch nach Spüli …

Noch nicht sauber? Sanftes Wischen mit einem sauberen Mikrofasertuch entfernt auch Lippenstift, Fingerabdrücke oder Fettflecke. Entfernen Sie mit klarem Wasser in der gleichen Temperatur Spülmittelreste gründlich, denn die sorgen sonst mit der Zeit nicht nur für milchigen Schleier, sondern auch für schalen Sekt ohne Prickeln. Und wenn Sie „Spülikaffee“ kennen, wissen Sie: Seifenreste beeinträchtigen auch den Geschmack.

Glattes Glas? Der Schein trügt

Warum das so ist? Glas besitzt Poren, in denen sich Gerüche und feinste Partikel festsetzen können. Im Weinglas haben also Spiritus und Kollegen, am Weinglas grobe oder scheuernde Schwämme oder Tücher nichts zu suchen. Trocknen und polieren Sie anschließend das Glas mit einem Geschirrtuch. Wir empfehlen: Leinen oder Halbleinen, das fusselt nicht und trocknet schlierenfrei.

Kommen wir noch mal kurz zum Anfang und zur Spülmaschine. Es gibt durchaus Weingläser, für die ein „ja“ gilt; das sagt Ihnen der Hersteller. Wichtig dabei: Stellen Sie die Gläser schräg in die Maschine, so, dass sich kein Wasser ablagert und die Gläser nicht zusammenstoßen. Wählen Sie ein Programm, das mit maximal 60°C reinigt; besser sind 40°C. Öffnen Sie die Spülmaschine sofort nach dem Spülgang, damit der Dampf entweichen kann.

In den Schrank, aus dem Schrank

Sie haben’s oben gelesen: In den Poren im Glas setzen sich Geruchs- und
Geschmacksrückstände ab. Vermeiden Sie also besser die Aufbewahrung Ihrer Weingläser in der Küche. Ein sauberer geschlossener Schrank bietet sich an. Und wenn die Gläser länger stehen, spülen Sie sie vor Benutzung kurz unter klarem Wasser ab.

Und welches Glas nehmen Sie für welchen Wein aus dem Schrank? Sagen wir Ihnen. Unabhängig vom Wein ist das beste Glas eher dünnwandig, ungefärbt und ungeschliffen. Die Grundausstattung umfasst Gläser für Weißwein, Rotwein, Sekt und bei Bedarf Dessertwein. Das Weißweinglas darf eher schlank und nach oben verjüngt sein, vollmundiger Rotwein fühlt sich im breiteren Kelch wohl. Generell gilt: Denken Sie an die Oberfläche. In Teil 1 haben wir das schon einmal kurz erklärt, da ging’s ums Schwenken. Je mehr Fläche, desto mehr Sauerstoff, damit sich die Aromen entfalten können. Beim Glas heißt das, je breiter, desto größere Fläche. Ein eher leichter oder junger, tanninarmer Rotwein verfliegt im bauchigen Burgunderkelch viel zu schnell. Genießen Sie diesen lieber aus kleineren schlanken Gläsern. Viel Frucht? Schlanker Kelch. Mehr Volumen? Was für den Wein gilt, stimmt auch fürs Glas.

Beim Weißwein sind junge Frische aus schmalen Gläsern mit eher wenig Volumen fein. Weiße mit mehr Körper freuen sich über mehr Bauch. Schaumwein wiederum ist im hohen Glas prickelnder als in der breiten Schale – dort verfliegt die Kohlensäure sofort und der Sekt wird schnell warm. Dessert- oder Süßwein braucht nur ein kleines Glas. Unabhängig von Wein und Glasform sollten Sie übrigens maximal bis zur breitesten Stelle im Kelch einschenken. So entfaltet sich der ganze Geschmack am besten.

Pfaffmanns Geheimtipps

  • Tipp 1:

Das Glas wird und wird nicht sauber? Rücken Sie hartnäckigen Ablagerungen oder Flecken vorsichtig mit weißem Essig zu Leibe.

  • Tipp 2:

Nennen wir auch Trick 16 für die ganz Peniblen. Halten Sie das Glas über Wasserdampf und polieren Sie dann. Garantiert streifenfrei!

  • Tipp 3:

Nehmen Sie beim Abtrocknen zwei Tücher, eins zum Halten, damit das Glas nicht abbricht, eins zum Trocknen.

Sekt: Etwas Prickelnd in den Frühling

Sekt umgibt ein Hauch von Festlichkeit. Vor allem bedeutet er eine wunderbare Erfrischung für die Zunge. Wir vom Weingut Pfaffmann erklären, warum das so ist.

Sekt und seinen großen Bruder, den Champagner, umgibt ein Hauch von Festlichkeit. Auf eine bestandene Prüfung, einen besonderen Jahrestag oder einen runden Geburtstag stoßen wir besonders gerne mit einem prickelnden Schaumwein an. Doch nicht nur wenn es etwas zu feiern gibt, ist er ein großes Vergnügen. Doch warum eigentlich?

Sekt: Erfrischung für die Zunge

Der wichtigste Grund ist, dass Sekt eine wunderbare Erfrischung für die Zunge ist. Das gilt bei einem Date genauso wie als Aperitif vor einem feinen Menü oder bei einem Picknick in der wärmenden Frühlingssonne. Doch wie kommen die Perlen in den Sekt? Dass es am Gaumen so schön prickelt, dafür ist die Kohlensäure verantwortlich. Sie entsteht bei der zweiten Gärung, die für den Sekt zwingend nötig ist. Dafür wird der Grundwein in eine Flasche gefüllt, Hefe und Zucker werden zugesetzt. Beides setzt eine weitere Gärung in Gang. Die dabei entstehende Kohlensäure bleibt so lange in der Flasche, bis wir den Korken entfernen. Dann entweicht ein Teil – gerne mit einem lauten Ploppen. Nach genau diesem Verfahren wird übrigens auch Champagner gemacht. Der darf aber nur Champagner heißen, wenn die Grundweine dafür in dieser französischen Region wachsen. Für Champagner werden nur die klassischen Rebsorten Pinot noir (Spätburgunder), Pinot meunier (Schwarzriesling) und Chardonnay verwendet.

Rieslingsekt: Typisch Pfalz

Die deutschen Winzer können da deutlich flexibler sein, wenn sie ihren Sekt produzieren. So gibt es zum Beispiel Sekt aus Weißburgunder und Chardonnay, aber auch aus bukettreichen Sorten wie Muskateller oder Sauvignon Blanc. Und natürlich Riesling-Sekt. Er ist typisch für die Pfalz. So wie etwa der 1616-Rieslingsekt aus dem Hause Heinz Pfaffmann. Egal bei welchem Sekt: Entscheidend für die Qualität ist der Grundwein. Denn nur aus exzellentem Wein lässt sich auch ein exzellenter Sekt machen. Ein guter Rieslingsekt zeichnet sich durch eine lebendige, aber nicht zu spitze Säure aus, die für ein angenehmes Mundgefühl sorgt und die Geschmacksknospen erfrischt. Dann kommen die tyischen Rieslingaromen dazu: Apfel, Pfirsich, vielleicht noch ein Schuss Grapefruit oder Aprikose. Wow. Natürlich muss er immer gut gekühlt getrunken werden.

Secco: der kleine Bruder des Sekts

Ist der Champagner der große Bruder des Sekts, so ist der Secco der kleine. Der hatte es lange Zeit nicht leicht bei uns: minderwertig, billig, plump, sagten einige über den Secco. Aber das ist Quatsch. Denn auch ein guter Secco ist etwas Feines. Anders als Sekt oder Champagner durchläuft er aber keine zweite Gärung. Ihm wird die Kohlensäure zugesetzt. Daher hat er weniger Alkohol und schmeckt dadurch ein wenig leichter als seine beiden großen Brüder. Auch Secco eignet sich hervorragend für ein Picknick oder als Aperitif.   

https://1616pfaffmann.com/shop/

Wein verstehen mit Weingut Pfaffmann, Teil 2: zu Hause

Wein zu Hause: Pfaffmann zeigt, wie Sie die Weinflasche öffnen, die perfekte Weintemperatur finden, Wein trinken und den Abend auch als Gastgeber genießen.

Den ersten Schluck einer Flasche Wein fachmännisch probieren? Können beziehungsweise sollten Sie auch privat. Dieser Probierschluck dient vor allem dem Test der Temperatur und der rechtzeitigen Entlarvung von eventuellen Weinfehlern. Nasser Hund, Kork, Sie wissen schon. Riecht nicht gut, schmeckt zum Abgewöhnen. Wenn alles passt: Schenken Sie ein.

Ganz korrekt erst allen Damen am Tisch, dann den Herren, zuletzt sich selbst. Und bitte nicht randvoll – Ihr Wein wünscht sich Sauerstoff. Außerdem lässt sich dann das Glas besser halten und zum Mund führen. Und das Schlürfen? In Teil 1 unserer „Manieren-Miniserie“ hier auf dem Blog vom Weingut Pfaffmann haben wir schon darüber gesprochen, dass das im Restaurant nicht angebracht ist. Zu Hause unter Gästen kommt es darauf an: Wie vertraut sind sich die Anwesenden? Und, viel wichtiger: Haben Sie zu einer kleinen privaten Weinprobe geladen, oder zum großen Menü? Wer in feierlicher Stimmung und festlicher Atmosphäre Feines zu sich nimmt, fühlt sich ohne Geräusche beim Essen und Trinken wohler. Hier stehen Gäste und Genuss im Fokus.

Wenn Sie dagegen mehrere gute Tropfen servieren und sich mit den verschiedenen Weinen beschäftigen: Schlürfen Sie! Damit meinen wir die Konzentration auf alle Aromen, und dazu gehören noch ein paar mehr “sch”: Schauen (Farbe, Verlauf), Schwenken (auch das haben wir in Teil 1 bereits beleuchtet), schnüffeln (na gut, etwas flapsig für das Erlebnis mit der Nase), schlürfen (dazu gleich mehr), schmecken. Das alles hat übrigens nichts mit Affektiertheit zu tun, im Gegenteil. Wein, wie auch unser Biowein von Pfaffmann, ist ein Naturprodukt, in liebevoller Handarbeit entstanden. Viele Menschen machen sich Gedanken darüber, was in Ihrem Glas landen soll. Da lohnt sich das genauere Hingucken, Riechen, Erleben – und zeigt nicht zuletzt auch einen gewissen Respekt vor Natur und Weinmachern.

Sie dürfen schlürfen

Jetzt aber! Jetzt dürfen Sie schlürfen. Oder besser: erkunden. Sehen Sie das Schlürfen eher als Kauen, als Ertasten des Getränks in Ihrem Mund. Weich, samtig, seidig? Ölig, trocken, holzig? Die Zunge nimmt die Geschmacksrichtungen an unterschiedlichen Stellen wahr; sorgen Sie dafür, dass Ihr Schluck Wein wirklich überall hin gelangt. Und jetzt kommt der Trick für die oft zitierte Aromenexplosion: Ziehen Sie durch die leicht geöffneten Lippen etwas Luft in den Mund, kauen Sie noch einmal – und staunen Sie. Das Prinzip ist ähnlich wie beim Schwenken, Sie bringen den Wein mit mehr Sauerstoff in Verbindung und helfen ihm, alle Nuancen seiner Aromen zu entfalten. Ob Sie dann schlucken oder spucken, bleibt Ihnen überlassen. Falls Sie spucken: Das ist bei einer Weinprobe völlig legitim, nutzen Sie nur bitte das bereit gestellte Gefäß.

Weich, samtig, seidig? Ölig, trocken, holzig?
Weich, samtig, seidig? Ölig, trocken, holzig?

Haben Sie tatsächlich zu einer reinen Weinverkostung eingeladen, servieren Sie dazu Wasser und trockenes Weißbrot. Klingt karg, ist aber die beste Methode, um die Geschmacksnerven wieder zu neutralisieren.

Wie warm oder kalt ist Raumtemperatur?

Nehmen sie Weißwein, den Sie zu Hause servieren, rechtzeitig aus dem Kühlschrank, aber nicht zu früh. Als Daumenregel gilt: Schaumwein auf 6 bis maximal 8 Grad herunterkühlen, frische Weißweine auf 8 bis 10 Grad, würzige Weiße und Rosé mögen 9 bis 12 Grad. Leichte Rotweine vertragen 12 bis 15 Grad, die kräftigen Kollegen 15 bis 17 Grad – und nicht etwa “Raumtemperatur”. Dieses Maß stammt noch aus Zeiten nicht überheizter Räume.

Perfekt: noch Platz unter der Kellertreppe

Lagern Sie Weinflaschen über längere Zeit am kühlsten Ort in Wohnung oder Haus, dunkel und gern feucht. Zur Orientierung: 8 bis 12°C sollten es sein, möglichst konstant. Hinlegen? Muss nicht sein. Der Verschluss mit Longcap, wie wir sie hier in Walsheim für unseren Biowein verwenden, eliminiert das Risiko der angeblichen Austrocknung. Und die offene Flasche? Sie wissen ja jetzt: Sauerstoff verändert den Wein. Das gilt auch für angebrochene Flaschen. Genießen Sie Ihren Wein also am besten noch am gleichen Tag. Schaffen Sie das nicht, verschließen Sie sie schnellstmöglich und bewahren Sie sie kühl und im Stehen auf. Ja, auch den Rotwein. Denn stehend wird die Fläche kleiner, da sind wir wieder beim Sauerstoff. Rotweine halten sich etwa drei bis fünf Tage im Kühlschrank, Weiße und Rosé etwas kürzer.


Lagern Sie Weinflaschen über längere Zeit am kühlsten Ort in Wohnung oder Haus, dunkel und gern feucht

Temperaturen, Tipps, Last-Minute-Tricks

  • Auf die Flasche

Keinen Korkenzieher zur Hand? Mit Biowein von Pfaffmann sind Sie jederzeit besuchsbereit. Wir verwenden einen Longcap-Schraubverschluss, mit dem das Öffnen ganz einfach gelingt und die Qualität nicht beeinträchtigt wird.

  • Auf Ihre Gäste

Hatten wir in Teil 1 bereits, wiederholen wir aber gern: Auch zu Hause halten Sie das Glas ausschließlich am Stiel. Hält Temperatur und Glas fit und fettfrei. Und klingt schöner.

  • Auf jeden Fall

Erste Regel: Wein zu Hause soll – bei allen Richtlinien – vor allem schmecken.

  • Auf und davon

Offene Flasche? Aroma adé! Zumindest, wenn Sie den angebrochenen Wein nicht schnell verschließen und in den Kühlschrank stellen. Und das auch nur maximal fünf Tage.

  • Aufgepasst

Kühlfix für Vergessliche: Wenn Sie den Wein nicht (rechtzeitig) in den Kühlschrank gestellt haben, keine Panik. Geben Sie die Flasche in eine große Schale, viel Eis dazu, eine Handvoll Salz drüber. Bewegen Sie die Flasche leicht im Eis.

Im dritten und letzten Teil unserer Miniserie zu Weinmanieren stoßen wir an und sprechen über das passende Glas. Bis dahin: Auf Ihr Wohl!

Wein verstehen mit Weingut Pfaffmann, Teil 1: im Restaurant

Wein und Restaurants: Weingut Pfaffmann verrät, wie Sie Rotwein, Weißwein und Rosé in Gesellschaft entspannt genießen und typische Fettnäpfchen vermeiden.

Manche Menschen haben Angst vor Wein. Oder sagen wir: Respekt. Und ein wenig Sorge, wie sie denn mit der Flasche und ihrem Verschluss, mit dem Wein im Glas und anschließend irgendwie auch im Mund umgehen sollen. Schwenken und schlürfen, oder lieber nicht? Und wenn ja – warum? Man will sich keine Blöße geben, nicht wahr? Wir sagen: Locker bleiben.

Wein ist zum Freuen da, nicht zum Fürchten. Und damit Sie jeden Tropfen hundertprozentig genießen können, geben wir Ihnen in einer dreiteiligen „Manieren-Miniserie“ hier im Pfaffmann-Blog ein paar Tipps und Tricks an die Hand. Zum besseren Verstehen von Rotwein, Weißwein und Rosé im
Restaurant, zu Hause und mit extra Blick ins beziehungsweise auf das passende Glas. Haben Sie Lust, sich ein bisschen intensiver mit dem wunderbaren Produkt Wein zu beschäftigen? Dann auf zum Schmökern, Schwenken, Schlürfen. Im heutigen ersten Teil nehmen wir Sie mit ins
Restaurant.

Platz nehmen und Stiel halten

Bestellt, probiert, gefällt? Warten Sie mit dem Trinken noch einen Moment. Erst wird angestoßen. Oder nicht? Oder wie, und wer zuerst? Wenn Sie nicht selbst bezahlen, warten Sie auf das Signal des Einladenden. Ansonsten spielt die Reihenfolge keine Rolle, prosten Sie dann ganz nach Gusto. Apropos Gusto: Tun Sie sich und Ihrem Wein den Gefallen und halten Sie Ihr Weinglas ausschließlich am Stiel, nicht am Kelch. Es sei denn, Ihr Rotwein ist zu kalt. Denn Körperwärme strahlt auf den Wein ab; der wird dann schnell (zu) warm. Berührung hinterlässt außerdem unweigerlich unschöne Spuren. Für mehr Wohlgefühl am Tisch sind ein frisches Getränk und ein sauberes Glas angenehmer. Bevor Sie den ersten Schluck nehmen, können Sie dem Wein noch etwas Luft gönnen. Ja, jetzt kommt das Schwenken – aber bitte mit Vorsicht. Hier geht’s nicht ums Cocktailmixen, auch nicht um Attitüde, sondern darum, dem Wein im Glas etwas mehr Oberfläche und damit mehr Kontakt zu Sauerstoff zu verschaffen. So können sich die Aromen besser entfalten, außerdem nehmen Sie alle Nuancen mit der Nase besser auf, wenn sich der Wein auch an den Glaswänden verteilt hat. Besonders Geübte erkennen an den Schlieren, den sogenannten „Kirchenfenstern“ (ernsthaft!), sogar den Alkoholgehalt.

Erheben wir das Glas – aber wie?

Heben Sie zum Trinken den Arm an und führen Sie das Glas zum Mund. Klingt banal? Ist es aber nicht. Viel zu oft bleiben die Ellbogen auf dem Tisch (Herr Knigge schüttelt den Kopf). Wenn der Wein schließlich die Lippen und den Gaumen berührt, noch nicht schlucken, sondern kurz mit
der Zunge hin und her bewegen. So kosten Sie im wahrsten Sinn des Wortes den Moment und vor allem den Wein mit all seinen Aromen voll aus. Tipp: Halten Sie den Mund dabei geschlossen.

Und wann wird geschlürft? Wir gehen im zweiten Teil unserer Serie noch einmal genauer darauf ein, warum zur Weinprobe Schlürfen durchaus angebracht ist. Im Restaurant allerdings, auch mit Rücksicht auf die anderen Gäste, wird er nur sanft und lautlos zwischen den Lippen eingesogen.

„Frollein, mehr Wein!“

Mit leerem Mund trinkt sich’s übrigens besser und weniger fleckenreich. (Auch) an die Lippenstift tragenden Gäste: Einfach kurz an der Serviette abtupfen. Die Farbe können Sie später am Abend (und bitte nicht am Tisch) auffrischen, Ihr Glas nur bei Neubestellung. Ganz abgesehen von unappetitlichen Spuren auf dem Glas macht Wein mehr Spaß, wenn Sie ihn mit allen Sinnen trinken, also auch die Farbe wahrnehmen. Damit genug zum Wahrnehmen da ist, vertrauen Sie einfach dem Servicepersonal, das mit Auge und Händchen für angemessenen Nachschub sorgt. Sie brauchen dafür nicht lauthals zu rufen, meist erkennen die geübten Fachkräfte die Situation mit einem Blick. Und wenn nicht, reicht ein kurzer Blickkontakt.

Was, wenn zwischen den Gängen der Wein gewechselt wird? Lassen Sie übrig gebliebene Reste stehen. Hier hat jemand mit Sinn und Feingefühl passende Tropfen zum Teller gewählt – und Sie kommen nicht in die Verlegenheit, ein halb volles Glas noch schnell herunterzustürzen.

Auf einen Schluck

  • Okay

Sie wollen lieber bei einer Sorte Wein bleiben? Sagen Sie’s einfach. Gastgeber und Sommelier werden das respektieren.

  • Olé!

Anstoßen gern, aber bitte mit der Hand am Stiel und nicht zu schwungvoll. Gilt auch fürs Schwenken: bitte mit Gefühl.

  • Oh weh …

Fettflecken oder Farbe auf dem Glasrand? Besser vorher die Lippen kurz an der Serviette abtupfen oder am besten zum Essen gar keine Farbe auflegen.

  • Oh je.

Sie wissen nicht so recht …? Fragen Sie. Gastgeber, Sommelier & Co. beantworten Ihnen gern, was Sie zum Wein wissen wollen.

  • Oh ja.

Schmeckt’s? Schön. Keine Sorge, das Servicepersonal kümmert sich um Ihr nicht leeres Glas, so lange Sie nicht abwinken.

  • Oho!

Bitte nicht nach „Ober“ oder „Fräulein“ rufen. Blickkontakt tut’s auch, oder ein „Entschuldigung“.Und beim Gehen gern ein „Danke“ da lassen, das freut alle, die Ihnen einen hoffentlich gelungenen Besuch bereitet haben.

Die Liebe und der Wein – so zauberhaft kann das “Kennenlernen” sein

Nichts passt besser zu einem Date als ein guter Wein. Doch soll es lieber Rotwein oder Weißwein sein? Wir vom Weingut Pfaffmann haben die Antwort.

Den Moment genießen, sich bei einem ausgedehnten Gespräch besser kennenlernen – so sieht ein perfektes erstes Date aus. Daher passt nichts besser zu einem romantischen Abend zu zweit als ein gutes Glas Wein. Doch welches? Eins vorweg: Die Zeiten, in denen man(n) die Angebetete mit einem schweren, hochdekorierten Rotwein zu beeindrucken versuchte, sind vorbei. Zu vielfältig  ist die Welt des Weins. Und ein schwerer Roter hat auch Nachteile: mehr Alkohol als ein schlanker Weißwein zum Beispiel. Und Alkohol macht müde. Und wer will schon beim ersten Date wegdämmern? Hinzu kommt, dass vor allem Rotweine aus Südeuropa oder Übersee manchmal sehr  dominante Gerbstoffnoten aufweisen, was gerade bei Einsteigern in die Weinwelt oft nicht so gut ankommt.

Pasta und Pinot

Also was tun, wenn sich das Date beim Italiener Pasta bestellt? Einen heimischen Rotwein wie einen Spätburgunder oder Dornfelder empfehlen zum Beispiel. Passt zur Pasta und ist trotzdem nicht zu schwer für einen beschwingten Abend. Natürlich ist Wein nicht gleich Wein und letztlich Geschmackssache. Daher hilft es ungemein, die Vorlieben des Partners in spe zu kennen. Isst er gerne süß? Oder mag sie es deftig? Süßmäulchen zum Beispiel würden wir einen halbtrockenen, feinherben oder gar lieblichen Tropfen empfehlen. Das bedeutet, dass der Zuckergehalt höher liegt als in trockenen Weinen. Solche Tropfen passen beispielsweise hervorragend zu asiatischen Gerichten. Warum also keine thailändische Hähnchenpfanne mit einem feinherben Riesling aus der Pfalz kombinieren?

Sauvignon und Salat

Mag es das Date gerne frisch und nicht allzu süß, ist wahrscheinlich eher ein trockener Tropfen das Mittel der Wahl.  Trocken und frisch – da drängt sich beispielsweise ein Sauvignon Blanc auf. Zunächst als Modesorte gedisst, hat der frische Weißwein mittlerweile eine große Fangemeinde nicht nur in Deutschland. Vor allem aus der Pfalz gibt es einige hervorragende Vertreter. Auch hier gilt: der Wein sollte zum Essen passen. Zum Sauvignon Blanc empfehlen wir beispielsweise Geflügel oder einen Salat.

Lieber Achtel als Flasche

Seid ihr in einem Restaurant, dann ist es auch keine Schande, den Kellner nach einem Weintipp zu fragen – wobei ihr natürlich nicht verpflichtet seid, diesem zu folgen. A propos Restaurant: Beim ersten Date würden wir davon abraten, eine ganze Flasche Wein für zwei zu bestellen. Das geht ins Geld und kann ein bisschen zuviel des Guten sein. Besser ist es, sich mit Achteln an das Thema und den Wein ranzutasten. Mehr als zwei Achtel sollten es aber nicht sein – nicht nur der Müdigkeit wegen. Aber was ist denn jetzt mit dem traditionellen schweren Rotwein? Den solltet ihr euch für ein Date in den eigenen vier Wänden aufheben. Oder für das Abendessen bei der Schwiegermutter – passt beispielsweise hervorragend zum Rinderbraten.

Sekt- immer gut zum Anstoßen
…das Prickeln…nicht nur zum Valentinstag
Biene auf Blüte von Wildlavendel

Bio ist Philosophie, nicht Strategie

Vier Ziffern und drei Buchstaben: Warum 1616 und Bio so gut zusammenpassen und was der Weg zum Bioland-Betrieb mit sich gebracht hat.

Stellen Sie sich einen kleinen, feinen Hofladen vor: mit Produkten, die so aussehen, duften, schmecken wie sie sollen. Naturnah, naturbelassen, natürlich gut. Die Verkäuferin, der Verkäufer im Hofladen – sie sind diejenigen, die Ihnen mit dem Handschlag zur Begrüßung ein Versprechen geben. Das Versprechen, hier wirklich Gutes zu bekommen. Lebensmittel, die ohne Zusatzstoffe oder Düngemittel auskommen. Aus gesundem Boden, von Menschen geerntet und angeboten, die mit Wertschätzung und Fingerspitzengefühl, mit einem Händchen für Hervorragendes und dem Sinn für Qualität ans Werk gehen. Und jetzt stellen Sie sich vor, dieser Hofladen ist kein kleiner Laden, sondern ein Verband aus Betrieben, die allesamt diese Einstellung teilen. Zu einem solchen Verband hat sich Bioland entwickelt, mit breitem Spektrum, mit kleinen, aber eben auch größeren Vertretern. Dass 1616 Pfaffmann als ganz großer Betrieb mit 400 Jahren Erfahrung und ganz anderer Perspektive mit an Bord sein kann, dafür hat Gustav Pfaffmann gekämpft. Der Weg zum Bioland-Betrieb war steinig, aber erfolgreich; alle Beteiligten sind ihn gemeinsam gegangen. Das Weingut hat Überzeugungsarbeit geleistet, mutige Entscheidungen getroffen und die Umstellung konsequent durchgezogen. Mit das wichtigste Argument: die Menschen, die vom Weingut Pfaffmann und den 1616-Produkten angesprochen werden. Ein viel breiteres Publikum als bei vergleichsweise kleinen Betrieben, eine riesige Zielgruppe, eine Wertegemeinschaft, die „Bio“ zur Grundvoraussetzung macht – und die in dieser Dimension im Lebensmitteleinzelhandel anzutreffen ist. Anders gesagt: Diese Menschen wollen Bio, und sie suchen danach im Supermarkt.

Dass Sie Pfaffmann-Weine mit Bioland-Siegel dort finden, ist gemeinschaftlicher Verdienst von Bioland und 1616 Pfaffmann als Partner auf Augenhöhe. Pfaffmanns Plädoyer für das Weingut und völlig neue Möglichkeiten im Verband hat gefruchtet: Bioland hat erkannt, welches Potenzial – und vor allem, welche Philosophie – hinter und in allem steckt, was in Walsheim passiert. 2013 kam das Ja, und es kam die komplette Umstellung: 1616 Pfaffmann wurde zertifizierter Bioland-Betrieb.

“Drei Buchstaben für ein Lebensgefühl”

Die blühende Weinbergszeile, eingezäunt
von saftig, grünen Weinreben.

Nun wird man Bioland-Betrieb nicht einfach so. Erst recht nicht, wenn man Pfaffmann heißt und 160 ha bewirtschaftet. Eine Hälfte Bio, eine nicht? Unmöglich. Und auch nicht das, was dem Selbstverständnis von Pfaffmann entspricht. Halbherzig gibt es nicht, hier in Walsheim. Die Devise: ganz oder gar nicht. 1616 Pfaffmann hat sich für ersteres entschieden. Nicht erst seit den Bioland-Bestrebungen, und nicht etwa nur für das Siegel, sondern aus tiefstem Herzen und weil diese drei Buchstaben, “Bio”, für die Einstellung der gesamten Weingutsfamilie stehen. Warum überhaupt Bioland? Weil dieser Verband sehr breit aufgestellt ist. Hier wird die komplette Landwirtschaft berücksichtigt, vom Apfel bis zum Wein, von der Milch über die Butter bis zum Käse – Pfaffmann’sche Biohefe übrigens geht auch an eine ebenfalls Bioland zertifizierte Käserei, um ein ganz praktisches Beispiel der einzigartigen Vielfalt zu nennen. So haben Verbraucher Bioland oft in der Hand und das bekannte grün-weiße Siegel vor Augen. Und noch etwas haben sie damit: die Sicherheit, mit Bioland-Produkten etwas zu kaufen, das ihrem Wunsch nach biologischer Herstellung entspricht. Im Falle von Pfaffmann: von der Traube über die Abfüllung bis zu Vertrieb und Zulieferern. Für diese Sicherheit sorgt die nötige Zertifizierung; jedes Jahr aufs Neue. Private Prüfstellen testen unangemeldet, ob der Betrieb den Anforderungen bis ins Detail gerecht wird. Die Verantwortung wird also auf eine Vielzahl von Schultern verteilt, und sie wird von außen mit größter Sorgfalt wahrgenommen. Pfaffmann selbst nimmt die eigenen Kontrollen mindestens genauso ernst und betreibt das eigene Qualitätsmanagement noch schärfer als es die ohnehin strenge externe Bioland-Zertifizierung mit sich bringt.

“Gekommen, um zu bleiben”

Das war 2013. Und jetzt, fünf Jahre später? “Wird unsere Mitgliedschaft sehr positiv gesehen. Wir entwickeln uns gemeinsam weiter. Es geht voran!” Gustav Pfaffmann blickt positiv auf Gegenwart und Zukunft. Zum Beispiel auch in Sachen Sichtbarkeit: “Wenn sich Weinfreunde vor dem Regal für Bio entscheiden wollen, dann sollen sie sofort sehen, dass sie das mit jeder 1616-Flasche bekommen.” Sprach’s – und packte das Bioland-Siegel nach oben auf die Kappe. Dabei geht es um viel mehr als nur darum, Bio auf die Flasche zu schreiben. Um was genau? Die oben erwähnte Sicherheit. Und die Überzeugung, dass konventionelle Herstellung und Vermarktung längst nicht mehr hinnehmbar sind. Die Umstellung auf Bio, sie war keine Frage des „ob“, sondern des „wann“. Wer mit Gustav Pfaffmann darüber spricht, versteht Weinbau heute, Bio und vor allen Dingen, was es bedeutet, sich für Natur- und Umweltschutz einzusetzen und die Auswirkungen des eigenen Handelns auf Erde und Produkte pausenlos im Blick zu behalten.

Dass Bio auch als Verkaufsargument gilt, klingt aus seinem Mund nicht wie inhaltsleeres Marketing, sondern nach den Worten eines klugen Weinfachmanns, der weiß, was sich Weinfreunde wünschen und was die

Nicht nur Schmetterlinge fühlen
sich in unseren Weinbergen wohl …
Unsere Blühmischungen schenken
vielen Tieren ein schönes zu Hause.

Natur unbedingt braucht. Einem, der die Uhrzeit am Sonnenstand abliest, der Vögel und Pflanzen genau kennt und sich als grünen Fachmann bezeichnet, nimmt man die zentrale Bedeutung des Natur-Pur-Konzepts ab. Es ist eben kein Konzept, keine Strategie, sondern Philosophie von Pfaffmann. Sein Wissen über einwandfreie Produktionstechnik will Pfaffmann weitergeben. Möglichst viele Praktikanten und Auszubildende sollen sehen und verstehen, lernen und erfahren, was es heißt, in Zeiten des Klimawandels Wein anzubauen. So, dass auch in Zukunft nicht das reine Reagieren, sondern im Einklang mit der Natur zu agieren im Mittelpunkt steht.

“Bio? Kann man nicht schmecken. Aber erleben.”

Was unterscheidet den Bio-Boden vom herkömmlich bewirtschafteten? Er

Wunderschöne Weintrauben mit viel Liebe gehegt und gepflegt, um zu zauberhaftem Wein zu reifen.

wird anders, gesünder. Käfer, Regenwürmer & Co. kommen zuhauf, die Insekten wiederum dienen als Futter – und werden nicht etwa bekämpft, sondern bestärkt. Darin, sich hier wohl zu fühlen. Zu bleiben. Die Pflanze härtet sich selbst ab und trotzt, von innen heraus gestärkt, Schädlingen. Klingt logisch, ist aber noch längst nicht im allgemeinen Bewusstsein verankert. Spritzmittel? Besteht bei Pfaffmann ausschließlich aus natürlichen Stoffen wie Ackerschachtelhalm oder Brennnessel, “und das bitte nicht im Zehnliter-, sondern im Mehrwegbehälter.” Klar, zehn Liter, damit kommen die Pfaffmänner und -frauen nicht weit – und lehnen Plastik sowieso ab. Was die Bio-Veteranen vor Jahrzehnten noch selbst gepflückt und mühsam verarbeitet haben, ist heute zum Glück in großen Mengen zur Hand; ebenfalls zertifiziert. Und es hört nicht beim Boden oder Düngerverzicht auf, im Gegenteil. Auch Maschinen lassen sich in energieeffizienter Version anschaffen, und sie laufen auf Pfaffmanns Flächen nur gezielt. Pferde? “Setzen wir heute keine mehr ein, aber Maschinen eben auch nur, wenn es sein muss.”

Vollständige Wertschöpfungskette, Bio durch und durch. Da ist Gustav Pfaffmann gern missionarisch unterwegs. Sein Appell an junge Önologen: ein stärkeres Bewusstsein für die Natur entwickeln, Angst vor der Umstellung auf Bio abbauen, für Aufklärung beim Verbraucher eintreten. Auch deshalb ist das Weingut Mitglied im NABU und Partnerbetrieb Naturschutz, veranstaltet Erlebniswandertage für Kinder. Die ganze Familie bewegt sich ökologisch und lebt Bio. “Es braucht viel Fachwissen und noch mehr Engagement, sonst hat der Großbetrieb keine Chance” sagt Gustav Pfaffmann, der grüne Fachmann. Wenn jemand “Bio” begeistert und motiviert anpackt, dann sind es die Menschen hier. Das beweist das Bioland-Siegel auf jeder Flasche, und das bestätigen jedes Wort und alle Projekte mit Absender 1616 Pfaffmann.

Insektenbeobachtung bei der Kinderwanderung, NABU u. NAJU

Kinder-Naturwandertag am 26. Mai

Auf du und du mit Biene & Co.

Ausgestattet mit Lupe, Insektenglas und jeder Menge gute Laune sind wir am 26. Mai gemeinsam mit Familie Bens des Pfälzerwald-Vereins Walsheim sowie mit Carmen Schauroth vom NABU zum Kinder- Naturwandertag aufgebrochen. Viele Teilnehmer waren dabei, und wir sagen danke an alle, die diesen Tag möglich und unvergesslich gemacht haben. So wurde der Wandertag zur Wiesensafari, während der wir von der NABU-Expertin jede Menge über Biene, Wurm, Storch und viele mehr gehört, gesehen und gelernt haben. Wer jetzt neugierig geworden ist: Wir werden sicher wieder einmal in die Natur aufbrechen.

Kinderwanderung: Treffpunkt Walsheim
Vollzählig: Auf geht’s zum Abenteuer – gestartet wird am Buswendeplatz in Walsheim.

Mit Kindern in der Wiese Insekten suchen
Futtersuche: Der Storch ernährt sich hauptsächlich von Insekten, und wo gibt’s die? Genau. Am Boden. Wer genau hinschaut, entdeckt viele kleine Wiesenbewohner.

Insekten mit der Lupe betrachten
Augen auf: Carmen Schauroth vom NABU weiß genau, was wir gefunden haben und hilft uns bei der Bestimmung von Krabblern, Käfern & Co.

Insektenhotel, 1616 Pfaffmann
Insektenhotel: als Nistplatz für Wildbienen, von denen mehr als 550 Arten in Deutschland leben – meist unbemerkt von den Menschen, diesmal ganz genau betrachtet von den Wandertag-Teilnehmern.

Gustav Pfaffmann erläutert Naturschutz-Projekte
Erfrischung: Die durfte zum Abschluss natürlich nicht fehlen. Gustav Pfaffmann erzählt im Weinguts- Hof von den Projekten im Rahmen der Pfaffmann’schen „Partnerschaft Naturschutz“ mit dem Land Rheinland-Pfalz.

Lebensturm im Weinberg, NABU Partnerbetrieb Naturschutz

Unsere neuen Naturschutz-Aktivitäten

Verschiedene „Tier-Wohnungen“ fördern biologische Vielfalt auf dem Weingut

Störche, Eichhörnchen, Insekten – Wildtiere sind bei uns herzlich willkommen. Als anerkannter „Partnerbetrieb Naturschutz“ des Landes Rheinland-Pfalz haben wir auf unserem Anbaugebiet jetzt mehrere große Objekte zur Förderung der Artenvielfalt aufgebaut:

Storchennest
Das Nest befindet sich in einer Höhe von über neun Metern.

Zwei Storchennester auf langen Stämmen, weil Störche gerne in luftiger Höhe wohnen, um einen guten Blick auf ihr Futtergebiet zu haben und ihre Jungen zu schützen. Zwar kehren die langbeinigen Vögel jedes Jahr zum selben Brutplatz zurück, doch manchmal ist der schon anderweitig besetzt oder der Partner hat sich neu orientiert. Auch Störche aus der Pflegestation im nahen Bornheim könnten in unsere Nester ziehen.

Insektenhotel
Unser neues Insektenhotel ist eröffnet

Bienen, Ohrenkneifer oder Marienkäfer finden in unserem selbst gebauten Insektenhotel Unterschlupf: Dort haben wir Holz, Ziegel und Lehm in einen Rahmen geschichtet und Löcher in unterschiedlichen Größen hineingebohrt. Wir sind gespannt, welche Kleininsekten sich hier mit der Zeit heimisch fühlen und den Weinberg beleben.

Lebensturm
Leben auf mehreren Etagen

Noch mehr Wohnungen für kleine und größere Tiere bietet unser Lebensturm: Die Bruchsteine ganz unten sind ideal für Mauer- und Zauneidechsen oder als Sonnenplatz für einige Heuschreckenarten. Durch die Lücken zwischen den Steinen gelangen kleine Nagetiere, Igel oder auch Kröten in das Innere des Turms. Darüber finden zwischen trockenen Rebwurzeln, gebrannten Ziegelsteinen und Tannenreisig zum Beispiel Eichhörnchen ein Zuhause, ganz oben richten sich vielleicht Vögel ein.

Je facettenreicher die neuen Bewohner, desto besser. Denn Vielfalt stärkt ein Ökosystem, damit es auch Veränderungen wie den Klimawandel verkraftet!

Falke im Weinberg
Auch Falken haben ihren Lebensraum in Weinbergen.

 

Kanupriya u. Pawel Hener am Stand auf der ProWein 2018

ProWein 2018 – Neue Linie, neue Eindrücke und neue Freunde

Sie findet im März und immer in Düsseldorf statt, sie ist die Leitmesse der internationalen Wein- und Spirituosenbranche und sie ist auch für uns der dick markierte Termin im Kalender: die ProWein.

Natürlich führt auch bei Pfaffmann kein Weg an ihr vorbei, und wir lassen uns immer wieder gern inspirieren von der Stimmung in der ganzen Stadt, die für drei Tage nur noch aus Wein & Co. zu bestehen scheint. Vom 18. bis 20.03.2018 waren wir vor Ort und freuen uns auch im Nachhinein noch über die großartige Resonanz zu unserer neuen Kollektion.

Warum wir mit Wohlfühlboden im Trend liegen

Trendscouts der ProWein hatten schon im Vorfeld unter anderem von terroirbetonten Weinen und ihrer wachsenden Beliebtheit gesprochen. Prima! Pfaffmann nickt – und blickt auf die eigene Kollektion. Denn mit unserer neuen Terroir-Linie bieten wir just solche Weine an, für die wir beste Rebsorten und besonderen Boden kombinieren. Kalksteinmergel, Lettenboden, Löß oder sandiger Lehm: Wir wissen, welche Reben sich wo am wohlsten fühlen.

Das haben wir in Düsseldorf den Fachbesuchern näher gebracht. Die Reaktionen? Begeisterung pur. Alte Bekannte und Pfaffmann-Liebhaber schätzen die Weine, heben den Daumen für das neue Erscheinungsbild und freuen sich über eine rundum gelungene Kollektion. Auch neue Freunde haben wir gewonnen, die – Originalzitat – „weggeblasen“ waren von unseren Weinen, die vor allem Tiefe und Substanz unserer Terroir-Weine loben und das Weingut unter dem Hufeisen spätestens seit März wohlwollend im Kopf haben.

Verkostung mit Aha-Effekt

Unsere internationalen Besucher schätzen meist deutsche Weißweine, und so starteten sie auch bei uns mit den Weißen. Eine Verkostung mit Aha-Effekt: Die Weißweine überzeugten, ja, aber der Pfaffmann’sche Spätburgunder Rotwein! Der überraschte. Haben wir uns schon gedacht, und doch waren die verblüfften Reaktionen ob der herausragenden Qualität eines Bio-Rotweins aus Deutschland schön zu beobachten.

Die ProWein sieht sich als Plattform für die Profis der Branche, für Erfahrungsaustausch, Netzwerk- Erweiterung und Vertiefung von Know-how. Das sehen wir genauso, nutzen es gern und haben aus Düsseldorf mitgenommen:

  • ein spürbar steigendes Interesse an Bio-Weinen – doppelt so viele Besucher im Bio-Bereich der Messehalle belegen das
  • das offene Interesse an dem, was sich bei Pfaffmann tut – zum Beispiel an unseren Terroir-Weinen
  • Lust auf Neues – auf Besucherseite ebenso wie auf unserer

Wir werden die Inspirationen der Messe in unsere Arbeit einfließen lassen und freuen uns schon auf den 17. März 2019, wenn in Düsseldorf die ProWein zum 25. Mal die Türen zur Messehalle öffnet. Apropos offene Türen: Kommen Sie uns doch mal besuchen. Dann erzählen wir Ihnen noch mehr über uns, unsere Terroir-Weine und warum wir neue Ideen so lieben.

1616Pfaffmann auf der ProWein

Stand auf der ProWein 2017

Besuch an unserem Stand auf der ProWein 2017
Team Gütersloh (Rheda-Wiedenbrück)

Besuch an unserem Stand auf der ProWein 2017
Alejandro Rivas, Weinexperte für Zentralamerika.